Softwaretraining, Fotografie, Grafikdesign

Megapixel

Wieviel MegaPixel sind genug? Das ist eine Frage, die man als Mensch der sich mit Fotografien beschäftigt öfter stellt. Der Markt lässt und ja denken, dass es kein genug gibt. Doch was sind jetzt die Vorteile von riesigen Pixel-Haufen – also Bildern mit richtig vielen Megapixeln?

Im Wesentlichen geht es darum zu verstehen, wieviel Megapixel man braucht. Und eine gute Referenz ist die normale A4 Seite aus einem Magazin. Man hat bestimmt schon mal gehört, dass man für den professionellen Druck 300dpi benötigt. Das sind 300 Dots per Inch, also 300 Punkte pro Zoll. Wenn man das auf A4 umrechnet kommt man bei 29,7 mal 21 cm auf folgende Pixelanzahl: in der Breite 2480px und in der Höhe 3508px. Was multipliziert 8.699.840px – also 8,7 Megapixel – ergibt.

Das heißt? Das heißt, dass man für A4 nicht mehr als knapp 9 Megapixel benötigt. Hurra!

Warum braucht man dann 24, 36, 50 Millionen Pixel? Für größere Ausdrucke und Plakate? Nein! Denn bei größeren Ausdrucken nimmt auch der Betrachtungsabstand zu. Man steht also weiter weg und kann die einzelnen Pixel bei 300dpi nicht mehr unterscheiden. Also reichen weniger Pixel pro Zoll oder dpi.

Ja aber warum braucht man dann Kameras die so viele Pixel speichern können? Der einzige Grund ist, dass man einen Ausschnitt wählen kann. In den beiden Bildern in diesem Blogpost habe ich aus einem 100Megapixel Bild einer Phaseone einen Ausschnitt mit knapp 1400 Pixel auf der langen Kante heraus geschnitten. Auf meinem Blog sind alle Bilder auf der langen Kante 1200px lang; also sind die 1400px vollkommend ausreichend für diesen Blogpost.

Also wenn man für Agenturen arbeitet und diese Hoch- und Querformataufnahmen mit genügend Luft für Text (#copyspace) benötigen, kann man mit Megapixel punkten. Doch wenn man etwas beim Briefing aufpasst, kann man auf spezielle Anforderungen eingehen und von vorne herein passend fotografieren.

Also: dein Kamerasensor ist ausreichend!