Softwaretraining, Fotografie, Grafikdesign

Richtig Scharf

High- oder Low-Frequency

Wie geht man an die Sache Schärfung heran? Das Bild als High- oder Low-Frequency Bild zu betrachten hilft dabei enorm weiter. Wenn man einmal verstanden hat wie man die Schärfung umsetzt kann man dieses Wissen auf alle Bilder und alle Programme übertragen.

High-Frequency

Sind in einem Bild viele Details? Wie beispielsweise bei einer Aufnahme von Bergen oder einer Fassade eines Gebäudes. Wenn ja, ist das der Startpunkt für High-Frequency-Schärfung.

Low-Frequency

Wenn ein Bild wenig Variation aufweist spricht man von *low frequency*. Beispielsweise ein Portrait vor gleichfarbigem Hintergrund.

Wie von Raw nach Photoshop

Wenn man Bilder rein im Raw-Convertor bearbeitet und nicht nach Photoshop wechselt, kann die Schärfung schon relativ stark und damit final sein.

Wenn man aber in Photoshop Retusche-Arbeiten vornehmen will, sollte man im Raw-Convertor eher dezent schärfen. Denn überschärfte Bereiche können in Photoshop bei der weiteren Bearbeitung und Retusche Probleme bereiten.

Die Lösung ist also, im Raw-Convertor eher zurückhaltend zu schärfen – aber zu schärfen – und danach in Photoshop zu retuschieren und dann in Photoshop die finale Schärfung anzuwenden.

 

Wie sollte man in Photoshop schärfen?

Um möglichst flexibel zu sein, ist die Empfehlung die Photoshop-Ebenen in ein Smart-Objekt zu konvertieren. Damit gewinnt man die Möglichkeit, die Stärke der Filter aber auch den Blendmodus im Nachhinein verlustfrei anzupassen.

Den Filter anzupassen ist relativ selbst erklärend. Dafür einfach auf den Filter-Namen doppelklicken und die Werte entsprechend anpassen.

Weniger bekannt ist die Möglichkeit den Blendmodus des Smartfilters anzupassen. Denn bei der normalen Anwendung eines Filters – beispielsweise Unscharf Maskieren – wird dieser Filter im RGB-Modus auf alle drei Kanäle gleichzeitig angewendet. Das resultiert oft in Farbsäumen die man ganz leicht vermeiden kann. Man braucht nur auf das kleine Icon ganz rechts neben dem Filternamen doppelklicken und kann im sich öffnenden Dialog den Blendmodus des Filters umstellen. Hier eignet sich der Modus Luminanz weil dadurch nur die Helligkeitsinformation für die Schärfung herangezogen wird.

Ausgabe-Schärfung

In Lightroom, Adobe Camera Raw und auch Capture One Pro kann man nach der Ausgabe nochmals schärfen lassen. Denn bis jetzt war der Workflow ja immer auf der original Pixelmenge. Sobald man aber die Größe ändert oder das Medium wechselt kommen andere Aspekte mit in Spiel.