Lehre neu denken: Wie die IT:U in Linz die Zukunft des Lernens gestaltet
Die Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz ist mehr als eine neue Universität. Sie ist ein Experimentierfeld für Lehre, das sich bewusst gegen Silo-Denken und für interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidet. Hier treffen unterschiedliche Disziplinen aufeinander, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln – mit einem starken Fokus auf KI, agile Methoden und die Frage: Wie können wir Studierenden nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie befähigen, selbst gestalterisch zu wirken?
Die IT:U ist ein Ort, an dem ausprobiert wird, was anderswo oft nur theoretisch diskutiert wird. Ein Ort, an dem alte Systeme hinterfragt und neue Wege in einem kontrollierten, aber forschenden Umfeld beschritten werden. Und genau das macht sie so spannend: Hier geht es nicht darum, Bestehendes zu reproduzieren, sondern darum, Neues möglich zu machen.
Warum ich an der IT:U arbeite: Die Chance, mitzugestalten
Mein Antrieb ist einfach: Ich will mein Wissen einbringen – und gleichzeitig lernen, wie Lehre heute wirklich funktionieren kann. Als Senior Video Producer an der IT:U habe ich die Möglichkeit, genau das zu tun: nicht nur Medien zu produzieren, sondern aktiv mitzuwirken, wie Wissen sichtbar, zugänglich und erlebbar wird.
Denn eines ist klar: Wenn wir Lehre verändern wollen, müssen wir sie anders denken – und das beginnt damit, dass wir alle, die daran beteiligt sind, selbst aus den gewohnten Bahnen ausbrechen. Die IT:U gibt mir den Raum, das zu tun.
Was ich an der IT:U mache: Medien als Brücke zwischen Idee und Wirkung
Videos für die Labore: Lehre sichtbar machen
In den Laboren der IT:U entsteht Zukunft – doch wie erklärt man komplexe Konzepte und innovative Ansätze? Mit Videos. Ich produziere Filme, die zeigen, was in den Laboren passiert und warum es anders ist als an klassischen Universitäten. Es geht darum, den Studierenden – und der Öffentlichkeit – zu vermitteln: Hier wird nicht nur gelehrt, hier wird gestaltet.
Hier als Beispiel das MOMO Lab; Fotos und Video von mir.
Fotografie: Gesichter und Momente festhalten
Ob Porträts der Mitarbeitenden, Pressefotos von Events oder dokumentarische Aufnahmen: Bilder sind das Gedächtnis der IT:U. Sie transportieren Stimmungen, zeigen Menschen hinter den Ideen und machen die Universität greifbar. Mein Ziel ist es, Fotos zu schaffen, die nicht nur dokumentieren, sondern einladen – zum Mitdenken, Mitmachen, Mitgestalten.
Livestreaming: Wissen teilen – live und niedrigschwellig
Die IT:U will ihre First Lectures und Veranstaltungen einem breiten Publikum zugänglich machen. Doch wie schafft man das mit begrenzten Ressourcen? Mein Ansatz: professionelle Livestreams, die mit minimalem Aufwand umsetzbar sind – aber trotzdem hochwertig wirken. Das bedeutet: klare Abläufe, einfache Nachbearbeitung und die Möglichkeit, Inhalte schnell zu teilen. So wird Wissen nicht nur im Hörsaal, sondern überall erlebbar.
Und das Schöne für mich: Mittlerweile betreut der IT-Support die Livestreams auf Basis von meiner Vorarbeit zu Hardware, Software und Signal Flow und einer Einführung/Schulung zum Handling von alledem!
Hier der Link zu einer First Lecture.
CANTO: Die Bilddatenbank, die Wissen bewahrt
Früher verschwanden Fotos im SharePoint-Chaos. Heute gibt es CANTO – eine zentrale Bilddatenbank, die nicht nur Ordnung schafft, sondern auch den Wert der Bilder sichert. Ob extern beauftragte Fotografien oder interne Aufnahmen: Alles ist auffindbar, nutzbar und bleibt der IT:U erhalten. Das spart nicht nur Geld, sondern macht die Arbeit aller Beteiligten einfacher – vom Marketing bis zur Forschung.
Was die IT:U besonders macht: Agilität, Forschung und der Mut zum Neuanfang
Die IT:U ist kein Ort für starre Strukturen. Hier wird ausprobiert, reflektiert und weiterentwickelt – immer mit dem Ziel, Lehre zeitgemäß zu gestalten. Das bedeutet:
- Interdisziplinarität leben: Nicht in Silos denken, sondern gemeinsam an Lösungen arbeiten.
- KI als Werkzeug nutzen: Nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um Lernen individueller und effektiver zu machen.
- Forschung und Praxis verbinden: Was im Hörsaal entwickelt wird, soll auch außerhalb wirken.
Dabei geht es nicht darum, perfekt zu sein – sondern darum, dranzubleiben. Und genau das ist es, was ich an der IT:U schätze: Hier darf man scheitern, solange man daraus lernt.
Warum solche Orte wichtig sind: Ein Modell für die Zukunft
Die IT:U ist ein Leuchtturm – nicht nur für Linz, sondern für alle, die Lehre neu denken wollen. Denn was hier entsteht, kann auch anderen Institutionen Impulse geben:
- Für Studierende: Sie lernen nicht nur Fakten, sondern Handlungskompetenz – in einer Welt, die sich ständig verändert.
- Für andere Universitäten: Die IT:U zeigt, dass Veränderung möglich ist – auch ohne jahrzehntealte Strukturen umzukrempeln.
- Für die Gesellschaft: Hier wird erforscht, wie wir Wissen so vermitteln können, dass es wirklich ankommt.
Im besten Fall treiben wir damit die Entwicklung voran. Im schlechtesten Fall liefern wir anderen Institutionen Ideen, die sie adaptieren können. Beides ist ein Gewinn.
Mein Fazit: Lehre ist kein starres System – sie ist das, was wir daraus machen
Die IT:U ist für mich ein Ort der Möglichkeiten. Ein Ort, an dem ich nicht nur meine Expertise einbringen, sondern auch selbst dazulernen kann. Ein Ort, der mir zeigt: Wenn wir Lehre wirklich verändern wollen, müssen wir handeln – nicht nur reden.
Und genau das tue ich hier. Mit Videos, Fotos, Livestreams und einer Bilddatenbank, die Wissen bewahrt. Aber vor allem: mit der Überzeugung, dass wir alle – Studierende, Lehrende, Medienmacher – gemeinsam die Zukunft gestalten können.
Denn am Ende geht es nicht darum, was wir wissen. Sondern darum, was wir damit tun.